In diesem Artikel:
Bei Basic Thinking bin ich gestern auf eine Untersuchung des Softwareunternehmens Mozy aufmerksam geworden. Mozy vertreibt verschiedene Cloud- und Backuplösungen und sieht dementsprechend viel Potential in einer Zukunft mit flexiblen Arbeitszeiten/plätzen. Also befragten sie >1000 Arbeitnehmer und Chefs in Deutschland, Frankreich, England, Irland und den USA nach den aktuellen Gewohnheiten in diesem Bereich. Ich spiegle die Ergebnisse mal an meinem Verhalten:
Arbeitszeit im Arbeitsalltag
Eine Verspätung von rund einer halben Stunde scheint tolerierbar zu sein, da davon ausgegangen wird, dass Angestellte bereits auf dem Weg zur Arbeit ihre Mails checken etc. Natürlich betrifft das die Kernarbeitszeiten, nicht etwa Verspätungen bei Meetings oder anderen Terminen. Finde ich auch ok. Ich persönlich checke meine Mailbox unter der Woche noch im Bett liegend. Dann lese auf dem Weg zur Arbeit ebenfalls work-related Zeugs und habe locker die durchschnittlichen 45 min gearbeitet wenn ich im Büro ankomme. Ich komme zwar (meist) pünktlich, hole mir die dreiviertel Stunde dann aber während der Arbeitszeit wieder zurück. (Siehe Punkt 2)
Der neue Arbeitstag. Hell die Anwesenheit, dunkel die Verfügbarkeit:
Persönliche Aufgaben im Büro
Wer sich obere Grafik ansieht weiß: Da bleibt nicht viel Zeit, sich um die privaten Kleinigkeiten zu kümmern, die täglich so anfallen. So entwickelt sich bei den Arbeitgebern auch eine zunehmende Akzeptanz von etwas mehr Privatheit im Büro. Arztbesuche, persönliche Gespräche und Plaudereien mit den Kollegen kann man heute in einem Großteil der Branchen bereits erwarten. Ich gehe noch etwas weiter: Ich bin vor der Arbeit, auf dem Weg zur Arbeit und oft noch nach dem Abendessen zumindest auf Stand-by, wenn nicht sogar mehr oder weniger aktiv am Arbeiten. Also nehme ich mir auch im Büro notwendige Zeit zwischendurch, was (laut Studie) auch 13% der Arbeitgeber tolerieren. Überweisungen, kurze Telefonate und private Facebook-Nutzung: all das mache ich auch während der Kernarbeitszeiten. Im Prinzip jene Dinge, die zwar privat, aber dennoch Voraussetzung für einen geregelten Alltag und damit meine konstante Leistung im Job sind. Urlaubsplanungen, Online-Dating oder gar das Arbeiten für andere Auftraggeber (steht alles auf der Liste der Top-30 der Nebentätigkeiten im Büro!!) gehören also definitiv nicht dazu.
Mobile Endgeräte
Drei Viertel der Unternehmen stellen ihren Arbeitgebern Smartphones zur Verfügung. Klar, mein Smartphone ist der Garant dafür, dass ich meine Mails im Prinzip rund um die Uhr checke. Dabei geht es gar nicht um das “unterwegs” sein, sondern eher um die Couch: Hier liegt das Büro auch beim Fernsehen noch griffbereit. Zumindest bei uns haben wir im Prinzip auf alles mobilen Zugang. Das alte Lied: Das Smartphone ist der Tod der Work-Life-Balance. Ja, mag sein, dass aus der ruhenden Balance inzwischen ein Tanz auf dem Drahtseil geworden ist – für geübte Seiltänzer aber alles machbar! 😉
Zu welcher Zeit werden das letzte Mal die Mails gecheckt?
Die komplette Studie als Microsite unter mozy.de/9-5